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Das Jahresheft für Karst- und Höhlenkunde 1962 mit dem Titel - "Das
Laubensteingebiet im Chiemgau / seine Landschaft, seine Höhlen und
Karsterscheinungen" - beinhaltet eine ausführliche Dokumentation dieses
Gebietes. Die nachfolgenden Informationen entstammen z.T. diesem Buch.
Bitte Höhlen nur mit großer Rücksicht besuchen,
keinen Müll hinerlassen, keine Souveniers mitnehmen, kein offenes Feuer
verwenden, nicht im Winter besuchen (Fledermausschutz)!
Der Eingang der
Großen Spielberghöhle liegt
auf 1341 m Höhe, sie ist mit ca. 1200 m Gesamtlänge die zweitgrößte
Höhle nach der Schlüssellochhöhle und mit 180 m die tiefste Höhle im
Laubensteingebiet.
Die Höhle besitzt neben dem großen trichterförmigen Haupteingang drei
weitere schachtartige teils sehr enge Tagöffnungen in Nähe des
Eingangstrichters, diese sind an der Oberfläche kaum zu finden, da sie von
der Vegetation und deren Wurzelwerk gut getarnt verborgen werden.
Ein
vierter Gang, der Wassergangschacht, bildet eine bewetterte ungangbare Verbindung zum
Mittelteil der Höhle - den Wassergang. Eine bewetterte Rufverbindung besteht
zur benachbarten kleinen Spielberghöhle.
Der Charakter der Höhle gliedert sich wie folgt - im Eingangsbereich
labyrinthartige in mehreren Stockwerken geschichtete Gänge - teilweise
größräumigen Gangstrecken mit mehreren Schächten im mittleren Teil -
und Großer Schlucht und Riesenversturz (Klemmblock "Sargdeckel") im unteren Bereich.
Die Höhle ist im Vergleich zur Schlüssellochhöhle recht trocken, lediglich
im Wassergang und über dem Toten Gang gibt es aktive Gerinne. Allerdings
vereist die Höhle im Winter relativ weit (bis zum 15 m Schacht /oberes
Viertel). Bei starken Gewittern kann für kurze Zeit rasch recht viel Wasser
die Höhle befluten, ein Wasserstau konnte nicht beobachtet werden.
1999 bis 2002 wurden von den "Chiemgauer Höhlenbären" zwei neue,
bislang nicht dokumentierte Verbindungsgänge entdeckt. |